Grundsteinlegung auf dem Schulcampus Grevesmühlen
Grundsteinlegung auf dem Schulcampus Grevesmühlen
Grundschule und Zentralgebäude vervollständigen den Schulcampus mit Investitionen von rund 30 Millionen Euro
Mit der feierlichen Grundsteinlegung für die neue Grundschule und das Zentralgebäude hat die Entwicklung des Schulcampus Grevesmühlen einen weiteren bedeutenden Meilenstein erreicht. Gemeinsam legten Bildungsministerin Simone Oldenburg, Innenminister Christian Pegel, Landrat Tino Schomann und Bürgermeister Lars Prahler symbolisch den Grundstein für die beiden letzten großen Bauabschnitte des Bildungsstandortes.
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Schulen sowie den beteiligten Planungsbüros und Bauunternehmen nahmen an der feierlichen Zeremonie teil. Traditionell wurde eine Zeitkapsel in die Bodenplatte der neuen Grundschule eingelassen. Sie enthält eine Tageszeitung, Baupläne und Münzen
„Ich freue mich sehr, dass wir mit der heutigen Grundsteinlegung nun auch die letzten Bauabschnitte unseres Schulcampus auf den Weg bringen können. Die Investitionen von insgesamt rund 60 Millionen Euro sind gut angelegtes Geld für die Zukunft unserer Stadt und stärken Grevesmühlen als Bildungsstandort weit über die Stadtgrenzen hinaus“, erklärte Bürgermeister Prahler in seiner Begrüßungsrede.
Ministerin Oldenburg würdigte insbesondere den Mut und die Ausdauer aller Beteiligten: „Hier kommen im wahrsten Sinne des Wortes Mosaiksteine zusammen.“ Sie hob hervor, dass ein Projekt dieser Größenordnung für Grevesmühlen etwas Besonderes sei und nur durch das gemeinsame Engagement vieler Akteure verwirklicht werden könne.
Auch Minister Pegel unterstrich die Bedeutung des entstehenden Schulcampus. Dieser ermögliche künftig gemeinsames Lernen und Leben von der ersten bis zur zehnten Klasse und schaffe optimale Bedingungen für die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen.
Landrat Schomann betonte die Bedeutung solcher Investitionen für die nachhaltige Weiterentwicklung der Bildungs- und Infrastrukturangebote im Landkreis.
Die Bauarbeiten an der neuen Grundschule sind bereits sichtbar vorangeschritten. Die Bodenplatte wurde fertiggestellt, erste Wände des Erdgeschosses stehen bereits. Das Bauvolumen beträgt rund 16 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Bauzeitenplan zum Jahreswechsel 2027/2028 vorgesehen.
Nach der Beauftragung und dem Baustart der Grundschule wurden inzwischen auch erste Aufträge für das Zentralgebäude vergeben. Für dessen Errichtung war zunächst ein umfangreicher Bodenaushub erforderlich, da im Kellergeschoss künftig das Stadtarchiv untergebracht werden soll. Die Arbeiten an Fundament und Rohbau sind bereits beauftragt.
Das Zentralgebäude wird künftig zahlreiche zentrale Funktionen des Campus bündeln. Geplant sind eine Aula mit Mensa, ein Sportraum, mehrere Fachunterrichtsräume, eine Bibliothek sowie Bereiche für die zentrale Verwaltung. Die Investitionskosten werden auf rund 14 Millionen Euro geschätzt.
Da sich am Standort des künftigen Zentralgebäudes derzeit noch eine tiefe Baugrube befindet, wurde der symbolische Grundstein unter besonderen Bedingungen gelegt. Innenminister Christian Pegel und Bürgermeister Lars Prahler stiegen dafür über eine Leiter in das zukünftige Kellergeschoss hinab und vergruben dort eine Münze.
Die bisherigen Ausschreibungen konnten erfreulicherweise ohne Kostensteigerungen gegenüber den ursprünglichen Kostenschätzungen abgeschlossen werden. Auch der bisherige Bauverlauf gestaltet sich planmäßig und reibungslos.
Das pädagogische und bauliche Konzept des Schulcampus wurde in enger Zusammenarbeit aller beteiligten Schulen entwickelt. Ziel ist es, einen gemeinsamen Lern-, Lebens- und Erlebnisort für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu schaffen.
Besonderer Wert wurde zudem auf die Öffnung des Campus für die Stadtgesellschaft gelegt. So wird der Schulhof der Grundschule außerhalb der Unterrichtszeiten als öffentlicher Spielplatz nutzbar sein. Die Bibliothek soll auch Bürgerinnen und Bürgern offenstehen, während der Sportraum Vereinen und weiteren Nutzern zur Verfügung stehen wird.
Quelle: Stadt Grevesmühlen